Hauptsächlich wird es als Rohstoff für Vinylchlorid, Ethylenglykol, Oxalsäure, Ethylendiamin, Tetraethylblei, Polyethylenpolyamin und Benzil verwendet. Es dient außerdem als Lösungsmittel für Öle, Harze und Kautschuk, als Reinigungsmittel für die chemische Reinigung, als Extraktionsmittel für Pestizide wie Pyrethrin, Koffein, Vitamine und Hormone sowie als Netzmittel, Penetrationsmittel, Entwachsungsmittel für Erdölprodukte und Antiklopfmittel. Darüber hinaus wird es in der Pestizidherstellung und als Rohstoff für Arzneimittel wie Nematizide und Piperazin eingesetzt. In der Landwirtschaft findet es Verwendung als Begasungsmittel für Getreide und zur Bodendesinfektion.
Wird zur Boranalyse und als Extraktionsmittel für Öle und Tabak verwendet. Auch bei der Herstellung von Acetylcellulose kommt es zum Einsatz.
Wird als analytisches Reagenz verwendet, beispielsweise als Lösungsmittel und Standardsubstanz für die chromatographische Analyse. Auch als Extraktionsmittel für Öle und in der organischen Synthese findet es Anwendung.
Wird als Reinigungs-, Extraktions-, Schädlingsbekämpfungs- und Metallentfettungsmittel verwendet.
Wird als Lösungsmittel für Wachs, Fette, Gummi usw. und als Getreideinsektizid verwendet.
Gefährliche Eigenschaften von Dichlorethan:
Seine Dämpfe bilden mit Luft ein explosives Gemisch, das sich bei Kontakt mit offenen Flammen oder starker Hitze entzünden und zu Verbrennung oder Explosion führen kann. Es reagiert stark mit Oxidationsmitteln. Bei starker Hitze zersetzt es sich und setzt giftige und ätzende Gase frei. Da seine Dämpfe schwerer als Luft sind, können sie sich auch in geringer Höhe über größere Entfernungen ausbreiten und sich bei Kontakt mit einer Feuerquelle entzünden und zurückbrennen. Bei starker Hitze kann der Druck im Behälter ansteigen, wodurch die Gefahr von Rissen oder Explosionen besteht. Es korrodiert Kunststoffe und Gummi.
Entflammbarkeit (Rot): 3 Reaktivität (Gelb): 0
Verbrennungsprodukte (Zersetzungsprodukte): Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Chlorwasserstoff, Phosgen.
Stabilität: Stabil
Unverträgliche Materialien: Starke Oxidationsmittel, Säuren, Laugen.
Polymerisationsgefahr: Nicht zutreffend
Löschmethoden: Schaum, Trockenpulver, Kohlendioxid, Sand oder Wassersprühnebel. Gelangt der Stoff oder die kontaminierte Flüssigkeit in ein Gewässer, benachrichtigen Sie die flussabwärts gelegenen Nutzer über die mögliche Wasserverschmutzung sowie die örtlichen Gesundheitsbehörden, die Feuerwehr und die Umweltschutzbehörden.
Umgang mit Leckagen:
Evakuieren Sie das Personal aus dem kontaminierten Bereich in eine sichere Zone und untersagen Sie Unbefugten den Zutritt. Zündquellen sind abzuschalten. Einsatzkräfte sollten Schutzausrüstung tragen. Verschließen Sie das Leck, sofern dies gefahrlos möglich ist. Das Besprühen mit Wassernebel kann die Verdunstung verringern, jedoch nicht die Entflammbarkeit des ausgetretenen Stoffes in geschlossenen Räumen. Saugen Sie den Stoff mit Sand, Vermiculit oder anderen inerten Materialien auf, sammeln Sie ihn und transportieren Sie ihn zur Behandlung zu einer Entsorgungsanlage. Alternativ kann er mit einer Emulsion aus nicht brennbaren Dispergiermitteln abgewaschen werden. Verdünntes Waschwasser ist nach der Behandlung in die Kanalisation einzuleiten, um die Emissionsnormen einzuhalten. Bei einem größeren Leck verwenden Sie Auffangbecken, um das Material aufzufangen, zu bergen, zu transportieren und zu recyceln. Der kontaminierte Standort ist zu sanieren, um ihn unschädlich zu machen.
Veröffentlichungsdatum: 16. Januar 2026